Die Wirtschaftsjunioren auf der Personalmesse

Foto: Engelhardt

Am 23. Mai fand während der Personalmesse auf dem Killesberg eine Podiumsdiskussion statt zum Thema: „Wie sichern Arbeitnehmer der Zukunft dauerhaft ihre Beschäftigungssicherheit?“ Die Diskussion wurde organisiert von den Wirtschaftsjunioren Stuttgart. Moderiert wurde diese von Petra Perlenfein, Leiterin Arbeitskreis Bildung und Wirtschaft bei den Wirtschaftsjunioren Stuttgart e. V. und Inhaberin der Petra Perlenfein Karriereakademie und Monika Ege, Geschäftsführerin der Mobile Zeitarbeit Ege GmbH. Zu Gast waren als Vertreter der Arbeitgeber: Herr Thomas Wildermuth, Bereichsleiter Personal Wüstenrot AG und Herr Dr. Christoph Mehl, Personalentwicklung Dürr Systems GmbH. Frau Jutta Langsch , selbständige Personalberaterin und Meike Sahlmann als Stimme der Arbeitnehmer.

Vor einem breiten Publikum wurden die Fragen diskutiert, welche Qualifikationen die Arbeitgeber heute schon stellen, aber auch umgekehrt: Welche Anforderungen die Arbeitnehmer an den zukünftigen Arbeitgeber stellen. Beide waren sich einig, dass eine Frage im Vordergrund steht: „Was wollt Ihr?“ Sprich: Die Arbeitgeber müssen sich im Klaren darüber sein, welche Hard- und Softskills der/die BewerberIn auf eine bestimmte Position mitbringen muss. Die schon bereits laufende Entwicklung wird sich fortsetzen und konzentriert sich immer stärker auf einen Punkt: Softskills. Wie flexibel ist der Arbeitnehmer? Wie gut fügt er sich in das bestehende Team ein? Ist er bereit „on the Job“ fehlende fachliche Qualifikationen zu erlernen? Ist er bereit, Verantwortung zu übernehmen? Kann er sich selbst Ziele setzen? Gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel sollten die Arbeitgeber im eigenen Interesse umdenken. Gut qualifiziertes junges Personal wird „Mangelware“. Denn die „Eierlegende Wollmilchsau“ ist und bleibt ein Wunschbild. Hier werden die Personalberater immer mehr gefordert. Das sind allerdings Kosten, die die Arbeitgeber nur widerwillig zahlen wollen, zumal die Beschäftigungsdauer immer kürzer wird, so Frau Langsch. „Von der Ausbildung bis zur Rente in einem Unternehmen“ – ist heute nicht mehr angesagt. Jobs werden immer mehr gezielt nach dem Karrierenutzen gewählt, andererseits ist dies von der Arbeitgeberseite aus auch nicht mehr möglich. Es wird umstrukturiert, zusammengelegt, fusioniert und outgesourct, ein gutes Geschäftspotential für die qualifizierte Personaldienstleistung. Herr Wildermuth betonte ausdrücklich nochmals, das Scheinsicherheitsdenken von einem lebenslangen Job in einer Firma aufzugeben. Veränderungsfähigkeit und Mut, neues auszuprobieren ist gefragt. Die Sozialkompetenz ist mehr wert als eine gute Fachkompetenz, äußert Herr Dr. Mehl.

Diese Situation fordert vom Arbeitnehmer, dass er sich immer wieder neu die Fragen stellt: „Was will ich? Wo will ich hin? Wie will ich arbeiten? Wie komme ich dahin?“ Hier sind Coaching und Bewerbertraining gute Wege, seine Ziele zu erreichen.

„Motivation, Engagement, Offenheit für Neues, Neugierde und Selbstbewußtsein“ waren die abschließenden Wünsche an die zukünftigen Arbeitnehmer.

 

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