Stufen zum Erfolg

Zeit zum Handeln

Wirtschaft und Schule gehen auf Dauer ein strategisches Bündnis ein

Es herrscht ein seltsames Missverhältnis zwischen der Vielzahl an Bewerbern und den dennoch unbesetzten Ausbildungsplätzen in den Betrieben. Dabei sind oft Abgänger von Hauptschulen überdurchschnittlich stark von Absagen betroffen. Dies hängt nicht selten von vorgefestigten Meinungen der Personalverantwortlichen ab. Für Unternehmer zählen auch die sozialen Kompetenzen der Bewerber. Faktoren, die aber gerade den Hauptschülern oft nicht zugetraut werden. Ein schleichender Imageverlust der Hauptschulen ist die Folge.

Bei den "Stufen zum Erfolg" wird die Hauptschule aufgewertet. Dies ist allein schon deshalb dringend erforderlich, weil heute in den Grundschulen bereits der Kampf um die weiterführenden Schulen läuft – mit verheerenden Folgen. Kinder werden auf Realschule oder gar Gymnasium "gehievt", um ja nicht als Versager zu gelten. Dabei wird die Hauptschule als Sackgasse gebrandmarkt. Ein Irrtum in zweierlei Hinsicht. Denn viele Kinder sind auf Grund ihres Leistungsvermögens Hauptschüler – und sollen es sein dürfen. Viele Unternehmen suchen nicht nur Akademiker und Angestellter, sondern auch Arbeiter, die ihr Handwerk verstehen.

Knigge für Bewerber

Moderne Umgangsformen und Benimmregeln für Schüler der Klasse 8. "Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!" Frisur in Ordnung, Schuhe geputzt, Anrede richtig? Das Vorstellungsgespräch bietet viele Fallstricke.

Bewerbertraining

Personalverantwortliche aus der Praxis führen Bewerbungsverfahren in den Klassen durch.
Die Schüler bewerben sich mit kompletten Unterlagen beim Betrieb des Trainers, der die Unterlagen prüft und einige Bewerber zu einem "Vorstellungsgespräch" einlädt.
Diese Vorstellungstermine finden in den Schulen statt und werden aufgezeichnet und anschliessend analysiert. Die Schüler erfahren auch, warum gerade sie eingeladen wurden bzw. warum die anderen nicht bis zum Vorstellungsgespräch kamen. Hier wird gleich das Erlernte aus dem "Knigge für Bewerber" in die Praxis umgesetzt.

Präsentation des Projekts "Forum der Wirtschaftsjunioren"

Die Schüler dokumentieren jede einzelne Stufe des Gesamtprojekts, das sie beim Forum der Wirtschaftsjunioren nochmals aus ihrer Sicht darstellen. Dadurch beschäftigen sich die Schüler nochmals intensiv mit den einzelnen Modulen und lernen aus der Wiederholung. Gleichzeitig wird nochmals Kontakt hergestellt zwischen Unternehmen und Schule, da an diesem Tag ca. 200 Firmenvertreter anwesend sind.

Motivationstraining

FAZ vom 7. Dezember 2002: "Bisher gibt es kaum gesicherte Erkenntnisse darüber, welche Unterrichtsformen sich in bestimmter Weise auf Lernergebnisse und Leistungszuwachs im Klassenraum auswirken. Allerdings setzt sich allmählich die an Binsenweisheit grenzende Einsicht durch, daß nur von einem motivierten Lehrer, der von seiner Sache überzeugt ist, der Funke der Begeisterung auf die Schüler übergeht." ("Lehrer-Pisa").

Erweiterte Betriebsbesichtigung und Betriebspraktika

Hier intensivieren die Schüler zusammen mit Ihren Lehrern bestehende Kontakte zu Betrieben und bauen neue Kontakte zu Betrieben auf. Diese Veranstaltungen werden in bestehende Projekte der IHK eingebunden. Ziel ist es, ein richtiges und zeitgemässes Bild von den Berufsbildern zu erhalten sowie Anbieter von und Bewerber um Ausbildungsplätzen miteinander bekannt zu machen.

Ausbildungsvertrag als Ziel

Ziel ist die Aufwertung der Hauptschule und der Hauptschüler, Stärkung des Selbstbewusstseins und die Besetzung sonst freigebliebener Ausbildungsplätze in den Betrieben. Durch persönliche Kontakte wird aufgeräumt mit alten Vorurteilen, da die Schüler auf die Anforderungen der Unternehmen eingestellt und trainiert werden.

Ihr Ansprechpartner:

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