Discovering Emerging Markets - Praktikantenprojekt

mit Klick vergrößern, Foto: Matthias Wüst

Ein AIESEC-Projekt mit Unterstützung der Wirtschaftsjunioren Stuttgart

Am 2. September fand in der IHK Stuttgart der Auftakt zu dem Praktikantenaustauschprojekt „Discovering Emerging Markets“ statt. Dieses Projekt wird von AIESEC mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und den Wirtschaftsjunioren Stuttgart organisiert.

 

Bis Ende Dezember absolvieren Studenten aus Schwellenländern in der Region Stuttgart ein 6-monatiges Praktikum. Dabei erweitern sie nicht nur ihren eigenen Horizont, sondern auch die Stuttgarter Firmen können handfeste Vorteile erwarten. Durch die ausländischen Praktikanten haben sie die Möglichkeit, die Kultur der potentiellen Partnerländer besser kennen zu lernen und sich über die Eigenarten der Wirtschafts- und Verhandlungskultur aufklären zu lassen. Der kulturelle und wirtschaftliche Austausch bereichert somit beide Seiten.

 

Für diese Auftaktveranstaltung konnte Dr. Högsdal, Geschäftsführer der "TATA Interactive Systems GmbH" mit Sitz in Tübingen gewonnen werden. Die Firma beschäftigt sich mit Unternehmensplanspielen und ist Marktführer in ihrer Nische. Seit 2006 ist die TATA-Gruppe, als einer der größten indischen Konzerne, an diesem Unternehmen beteiligt.

 

In seinem Vortrag ging Dr. Högsdal auf die insgesamt wachsende wirtschaftliche Bedeutung der BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) ein sowie auf die Bildung einer größeren Mittelschicht mit wachsender Kaufkraft in diesen Ländern. Insbesondere für mittelständische Betriebe eröffnen sich Potentiale zum Vertrieb oder zu Kooperationen, sofern die interkulturellen Spielregeln bei Geschäftskontakten ausreichend berücksichtigt werden. Dies wurde verdeutlicht am konkreten Beispiel der Verhandlung von Transferpreisen mit dem indischen Partnerunternehmen.

 

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellten sich die aktuell in Stuttgart arbeitenden Praktikanten vor. So zum Beispiel Maria aus Russland/Moskau, die bei KPMG arbeitet. Sie stellte erstaunt fest, dass schon im August Einladungen zu Weihnachtsfeiern mit exakter Uhrzeit verschickt werden. Insgesamt sei die Arbeit teilweise intensiver als in Russland. Ekaterina, ebenfalls aus Russland/Südural, ist bei Mahle beschäftigt und fand besonders gut, dass angefangene Projekte meist zu Ende geführt werden, jedoch vermisst sie bisweilen eine gewisse Emotionalität bei Diskussionen.

 

Im Anschluss bestand die Möglichkeit für interessierte Firmen, sich über die Vermittlung von Praktika durch die Studentenorganisation AIESEC zu informieren sowie zu vertiefenden Gesprächen mit den vielen anwesenden Praktikanten.

 

Nachberichte von Matthias Wüst.

 


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