Nachbericht

Der Ministerpräsident hautnah: „Wachstum und Nachhaltigkeit – chancenreiches Baden-Württemberg“

Fotos:Wolfgang List – www.perfectfotos.com (Bilder durch klick vergrößern)

Im Rahmen der diesjährigen Landeskonferenz der Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg vom 20. - 22. Juni 2008 bot die vom Arbeitskreis Politik & Gesellschaft organisierte Veranstaltung „Ministerpräsident hautnah“ ein besonderes Schmankerl. Ministerpräsident Günther Oettinger stand einem kleinen Kreis von 40 Wirtschaftsjunioren persönlich Rede und Antwort.

In seinem einleitenden Vortrag stellte der Ministerpräsident seine persönlichen Standpunkte zum Thema „Wachstum und Nachhaltigkeit – chancenreiches Baden-Württemberg“ vor. Dabei ging er auf das im Südwesten vorhandene Know-how und die hohe Ingenieurkompetenz ein. Die Fähigkeit, aus zugekauften Teilen hochwertige Güter herzustellen und damit eine hohe Wertschöpfung zu erreichen, zeichne den Standort Baden-Württemberg besonders aus.

Damit der Standort Baden-Württemberg wettbewerbsfähig bleibe, sind nach Ansicht des Ministerpräsidenten insbesondere die folgenden Punkte wichtig: Die „Ressource Mensch“ müsse noch mehr in den Mittelpunkt gestellt werden – das beginne bei einem ausreichenden Angebot an Kinderkrippenplätzen, gehe über die Förderung der Sozialkompetenz und höre auf bei den exzellenten Hochschulen das Landes. Vier der neun deutschen Eliteuniversitäten befänden sich in Baden-Württemberg. Dies zeige, so der Ministerpräsident, dass sich Baden-Württemberg auf dem richtigen Wege befinde. Als weiteres wichtiges Thema nannte Oettinger den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere den sechsspurigen Ausbau der A8 und die europäische West-Ost-Eisenbahnmagistrale durch Baden-Württemberg mit Stuttgart 21. Außerdem müsse der Standort Baden-Württemberg auf ausländischen Messen weiter bekannt gemacht werden.

Steuersenkungen sind aus Sicht von Oettinger momentan nicht bezahlbar. Das Ziel des ausgeglichenen Staatshaushalts wäre sonst nicht zu schaffen und würde nur zu weiterer Staatsverschuldung mit negativen Folgen für die nachfolgenden Generationen führen. Mit den Worten, „jetzt habe ich genug geredet“, forderte er nach seinem halbstündigen Vortrag die Wirtschafts-junioren auf, Fragen zu stellen. Die kamen dann auch prompt, insbesondere zu den Themen Vereinbarkeit von Beruf und Kindern, Bildung und Steuersenkungen entwickelte sich eine lebendige Diskussion. Der Ministerpräsident ging interessiert auf jede Frage ein. Nach gut einer Stunde war die äußerst gelungene Veranstaltung zu Ende.

Der erste Kontakt ist also geknüpft und wir Wirtschaftsjunioren würden uns sehr freuen, wenn weitere Veranstaltungen dieser Art folgen und wir unseren Beitrag dazu leisten können, damit Wachstum und Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg auch in Zukunft eine Chance haben.

Jörg Schieber

 


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