Attraktiver Arbeitgeber im Zeichen demografischen Wandels

Jerzy Sawluk / pixelio.de

Es geht nicht ohne schlechtes Gewissen, wenn Arbeitnehmer ihre Eltern, Partner oder Kinder in die Obhut von ausgebildeten Pflegekräften geben. Daher wird der „Pflegefall“ oft verschwiegen – mit weitreichenden Folgen. Denn die Erwartungen sind hoch und können auch den besten Mitarbeiter an den Rand des Burnout bringen. Zukünftige Engpässe im Gesundheits- und Pflegewesen und der allgemeine „Fachkräftemangel“ sind eine der größten Herausforderung der Zukunft. Einzige Lösung: wir müssen das Thema Integration von Familie, Pflege und Beruf aus der Tabuzone zu holen. Die Veranstaltungsreihe „Attraktiver Arbeitgeber im Zeichen demografischen Wandels“ liefert dazu sinnvolle Ansätze und Erfolgsbeispiele.

Die Wirtschaftsjunioren widmen sich seit vielen Jahren dem Thema Integration von Familie und Beruf, seit 2011 nun auch der Frage nach der sinnvollen Integration von Pflege. In Kooperation mit Caritas, Diakonie und Erfolgsfaktor Familie wurde eine Informationsveranstaltung zum Thema entwickelt und umgesetzt. Der Erfolg der Auftaktveranstaltung in Stuttgart gab den Anlass zu weiteren Veranstaltungen. Die Veranstaltungsreihe ist Teil des bundesweiten Projektes „Unternehmen aktiv in der Pflege“, das vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt wird.

Fachartikel beleuchtet Hintergründe, Herausforderung und Erfolgsbeispiele

"Rabensohn? Rabenehefrau? - Die Herausforderung Familie, Pflege und Beruf sinnvoll miteinander in Einklang zu bringen geht nur mit vereinten Kräften", Fachartikel von Franziska Köppe zum Thema.

Jetzt herunterladen: "Rabensohn? Rabenehefrau?" [2011-12 | .pdf | 92 kB]

Auftaktveranstaltung in Stuttgart

Zur Auftaktveranstaltung unter dem Titel „Attraktiver Arbeitgeber im Zeichen demografischen Wandels“ waren am Donnerstag, 10. November 2011, rund 100 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen aus Wirtschaft und Sozialer Arbeit in die Räume des Sparkassenverbands Stuttgart gekommen. Wir haben uns über die Auswirkungen des demografischen Wandels in Baden-Württemberg informiert, über Erwartungen, Ansprüche und Herausforderungen für kleine, mittelständische und große Unternehmen, Sozialverbände und Politik diskutiert und Erfolgsbeispiele kennengelernt. Besonders eindrucksvoll war die Darstellung der Situation, in der sich Familienangehörige befinden, wenn Sie ihre Liebsten pflegen – ein Theaterstück des Theaterpädagogischen Zentrums der Emsländischen Landschaft e.V., das sehr berührte.

Wie geht es weiter?

Mit der Auftaktveranstaltung war der Grundstein für das Projekt „Attraktiver Arbeitgeber im Zeichen demografischen Wandels“ gelegt. Wir wollen – neben der Förderung des Dialogs - Möglichkeiten aufzeigen und weiter entwickeln wie Wirtschafs- und Sozialunternehmen miteinander kooperieren und so gute Lösungen für ihre Mitarbeitenden finden können.

In Stuttgart wird es daher im März ein Kamingespräch mit ausgewählten Vertretern der Wirtschaft, Sozialunternehmen und der Politik geben. Die Ergebnisse des Dialogs werden in einem offenen Workshop präsentiert und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Weitere Veranstaltungen dieser Art sind 2012 unter anderem in Karlsruhe, Lübeck und Berlin geplant.

Wir freuen uns über Mitstreiter, die sich für das Thema interessieren und das Projekt ehrenamtlich unterstützen wollen. Nähere Informationen gibt gern Franziska Köppe (Kontaktdaten siehe rechts).

 


Ansprechpartner


Marc Glasl

Campus Career Network und
Ressortleiter Politik der Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg

Ulmerstr. 81, 73730 Esslingen
+49 711 66 46 36-23

marc.glasl(at)c2n.de
http://www.c2n.de

 

Franziska Köppe

praktisch NACHHALTIG und
CSR-Beauftragte
Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg

Tulpenstraße 33, 70180 Stuttgart
+49 711 6 93 67 87

ideen(at)praktisch-nachhaltig.de
www.praktisch-nachhaltig.de

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